Displaytypen
Bei den Touchscreen Handys unterscheidet man zwischen vier Displaytypen, dem resistiven und kapazitiven Display sowie einer Kombination der beiden Typen. Des Weiteren gibt es noch induktive Displays.
Das resistive – berührungsempfindliche – Display reagiert auf Druck, ausgeübt durch den Finger oder einem mitgelieferten Stift oder Stylus. Bei den Eingabehilfen hat man den Vorteil, dass man den Druck wesentlicher genauer punktuell ausüben kann, als z.B. mit einer Fingerspitze. Dies macht sich besonders bei Tastaturdarstellungen bemerkbar, welche auf kleinem Raum dargestellt sind.
Bei den resistiven Systemen wird durch einen Stift oder Finger ein Druck auf die Oberfläche ausgeübt. Dadurch werden zwei elektrische Leiterplatinen aneinander gepresst, welche den Berührungspunkt berechnen und an das Betriebssystem des Handys weiterleiten. Für die Auslösung des Impulses ist nur ein sehr geringer Druck bzw. eine leichte Berührung notwendig.
Das kapazitive Display hingegen benötigt keinerlei mechanische Auslösung des Impulses. Kapazitive Displays sind mit durchsichtigem Metalloxid beschichtet. An den Ecken des Displays wird eine Spannung angelegt, was wiederum ein exaktes, stabiles elektrisches Feld erzeugt. Durch die Berührung des Touchscreen Displays mittels eines elektrisch leitfähigen Gegenstandes, wird das elektrische Feld des Displays verändert. Auf diese Weise wird ein elektrischer Impuls erzeugt, der an das Betriebssystem des Handys weiter geleitet wird. Der Nachteil von kapazitiven Displays liegt darin, dass es nur mittels der Finger oder mit speziellen Stiften bedient werden kann. Herkömmliche Stifte können nicht verwendet werden, bzw. es ist auch keine Bedienung möglich, wenn der Nutzer z.B. Handschuhe trägt.
Das induktive Display kann nur mittels speziell gefertigter Stifte bedient werden, welche eine integrierte Spule aufweisen. Dieses System wird jedoch hauptsächlich bei Grafik-Tablets verwendet und kommt bei Touchscreen Handys kaum zum Einsatz.